Fahrzeugkonzept und Innovation

Um uns fokussiert auf unsere Kernwerte, wie Personalentwicklung, Kompetenzaufbau und Nachhaltigkeit konzentrieren zu können und natürlich auch einen möglichst hohen Erfolg bei den Events einfahren zu können, haben wir uns dazu entschlossen, ein innovatives Zweijahreskonzept zu verfolgen.
Bereits während der Saison 2016 on NoRa 4 beschäftigten wir uns mit grundlegenden Ideen für die neue Saison. Das Hauptaugenmerk lag auf der Realisierung eines neuen Antriebskonzeptes. Das bisherige Konzept, mit einem Motor an der Hinterachse, soll nach ausführlichen Diskussionen und Analysen durch ein Allradkonzept ersetzt werden, bei dem künftig vier Radnabenmotoren die Reifen unserer NoRa 5 antreiben werden.

Aus dieser Umstellung resultieren große Veränderungen in nahezu allen Abteilungen. Zunächst muss natürlich ein komplett neues Getriebe entwickelt werden, welches das Drehmoment an der Motorwelle übersetzt. Die Radnabenmotoren werden direkt am Radträger befestigt, weshalb auch die Geometrie des Fahrwerks neu gestaltet werden muss.

Eine weitere große Änderung betrifft das Chassis unseres Rennwagens. Wir haben uns dazu entschieden, den Stahlgitterrohrrahmen durch ein sogenanntes Monocoque zu ersetzen. Dabei werden wir nicht, anders als die meisten Formula Student Teams, auf Carbonfasern setzten, sondern fertigen das Chassis aus Aluminiumsandwichplatten. Von diesem Umstieg versprechen wir uns ein reduziertes Chassisgewicht und größere Gestaltungsspielräume für die Zukunft.


Render NoRa 5

Mit NoRa 5 wollen wir im Bereich der Verkleidung eine Strömungssimulation des Gesamtfahrzeuges durchführen. Dabei wird eine optimierte Kühlerverkleidung zur Effizienzsteigerung entwickelt sodass die neu entwickelte Kühlung möglichst energiesparend betrieben werden kann. Von den großen Änderungen sind jedoch nicht nur mechanische, sondern auch elektrische Baugruppen betroffen. Die Motoren werden von vier Umrichtern angesteuert, welche ihre Energie wiederum aus der Traktionsbatterie beziehen. Diese erhält ein Geäuse aus Carbonfasern, wodurch viel Gewicht eingespart werden kann.

Eine weitere große Änderung stellt die Erhöhung der Nennspannung von knapp 400 V auf 530 V dar, die für den Betrieb der neuen Umrichter nötig ist. Diese Erhöhung reultiert zusätzlich in einer Verringerung der benötigten Leitungsquerschnitte. Die dünneren Leitungen lassen sich besser im Fahrzeug verlegen und wiegen deutlich weniger. Den größten Vorteil am Umstieg auf das Allradkonzept stellt die Möglichkeit einer variablen Momentenverteilung auf alle vier Räder dar. Dadurch kann die Dynamik des Fahrzeugs in Kurvenfahrten extrem erhöht und dem Unter- sowie Übersteuern entgegenwirkt werden. Die Implementierung des sogenannten Torque Vectrorings - der gezielten Verteilung der Antriebsmomente auf die vier Räder - wird auf unserem neuen zentralen Steuergerät vorgenommen.

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