Allgemeine Abteilungsbeschreibung: Fahrwerk

Das Fahrwerk stellt die Verbindung vom Chassis zur Straße dar und ist hierdurch im dynamischen Bereich die entscheidendste Baugruppe. Die Kernaufgaben der Abteilung Fahrwerk beginnen beim Simulationsaufbau der Fahrdynamik, um die Kinematik und den Bauraum der einzelnen Fahrwerkskomponenten festzulegen. Bei vorhandener Kinematik folgt die mechanische Auslegung und Konstruktion der Fahrwerkskomponenten mit dem Ziel die ungefederte Masse so gering wie möglich zu halten. Die späteren Einstellmöglichkeiten des Fahrwerks sind trotzdem so groß und einfach wie möglich zu gestalten. Die letzte Kernkompetenz der Abteilung ist die Datenauswertung nach dem Fahrbetrieb, um die Simulationen validieren und das Fahrwerk vor Ort bestmöglich an die jeweiligen Streckenbedingungen und Fahrerwünschen anzupassen zu können.

Steckbrief

  • 1670 mm Radstand
  • 1280 mm/1220mm Spurbreite Vorne/Hinten
  • 13" OZ Racing-Formula Student Aluminium Leichtbaufelgen
  • Continental C16 (205/470R13) Reifen
  • Antiparalles Doppelquerlenker Prinzip
  • Pushrod Anlenkung Vorne am unteren Querlenker
  • Pushrod Anlenkung Hinten am unteren Querlenker
  • Lightweight Manitou MTB Luftdruckdämpfer mit 50mm Federhub
  • Voll einstellbare Zug-/Druckstufe
  • Schnellverstellung von Sturz über profilierte Konsolen
  • Schnellverstellung von Spur
  • FEM-optimierte Radträger

Klicken und ziehen um zu drehen. Doppelklick für Vollbild

Besonderheiten

Neben dem grundlegend anderen Reifendimensionen in dieser Saison, gilt es die Herausforderung der Gewichtsverteilung mit passenden Fahrwerkseinstellungen zu meistern. Die ungünstige Gewichtsverteilung, welche beim Vorjahres Auto zu starkem Untersteuern führte, soll durch eine geänderte Lenkgeometrie, sowie durch gezielten Einsatz von Stabilisatoren kompensiert werden und für ein agiles Fahrverhalten und dennoch hohe Traktion an der angetriebenen Hinterachse sorgen.

Für eine schnelle Anpassung des Setups sorgen Luftdruckstoßdämpfer welche normalerweise in Mountainbikes zum Einsatz kommen. Zudem wurde bereits bei der Konzeptentwicklung ein Verzicht auf Drahtsicherungen bei den Komponenten festgelegt. Stattdessen werden leichter demontierbare Locknuts eingesetzt. Sturz und Spur können am Fahrwerk durch eine selbstenwickelte Setuplehre schnell und präzise auf die idealen Einstellungen eingestellt werden.

Durch den erstmaligen Einsatz von Carbon bei den Querlenkern, sowie einer Radnabe aus Aluminium an der Vorderachse, konnten wir unser Gewicht trotz den neuen Stabilisatoren drastisch senken. So wiegen die Vorderachse und auch die Hinterachse jeweils 24 kg. Wir konnten somit durch den gezielten Einsatz leichterer Werkstoffe und durch überarbeite Konstruktionskonzepte an der Vorderachse ca. 8 kg, an der Hinterachse rund 10 kg Gewicht einsparen.

Go to top